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Profanierung der Kapelle im König-Ludwig-Haus


Profanierung der Kapelle im König-Ludwig-Haus

Verabschiedung der langjährigen Mesnerin Krimhild Rausch

Meldung vom November 2020


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Nahmen die langjährige Mesnerin Krimhild Rausch, die im Rahmen des Profanierungs-Gottesdienstes verabschiedet worden ist, in ihre Mitte (von links): Domkapitular Christoph Warmuth, Krankenhausdirektor Karsten Eck und Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel (Foto: Hanft)
 

Würzburg. Mit der Umsiedelung des Jakob-Riedinger-Hauses, Wohn- und Wohnpflegeheim für Menschen mit Behinderung, vom König-Ludwig-Haus in den Neubau an den Würzburger Heuchelhof hat das kirchliche Leben im König-Ludwig-Haus ein anderes Gesicht bekommen. Die sonntäglichen Gottesdienste und weiteren Zusammenkünfte in der Kapelle haben seit dem Wegzug der Bewohnerinnen und Bewohner des Heims nicht mehr stattgefunden. In Gesprächen mit dem Seelsorge-Team der Klinik hat die Klinikleitung daher beschlossen, die hauseigene Kapelle profanieren zu lassen.

In Folge hat Anfang Dezember der sogenannte Profanierungs-Gottesdienst mit Domkapitular Christoph Warmuth stattgefunden. Während der Messe rief Warmuth die Gottesdienst-Besucher dazu auf, ihre Erinnerungen an besonders schöne oder einprägsame Zusammenkünfte in der Kapelle aufleben zu lassen. Häufig genannt wurde dabei die traditionelle Weihnachtsfeier der Klinik-Mitarbeiter, die jedes Jahr mit einer gemeinsamen Feierstunde, umrahmt von Gesang und Musik, in der Kapelle eingeläutet worden ist. Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, der am Gottesdienst teilnahm, erinnerte sich an die Zusammenkünfte der Belegschaft aus der Bezirksverwaltung, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet, kurz vor Weihnachten, und hob besonders die besinnliche Atmosphäre hervor. Unvergessen wird auch ein Pfingstgottesdienst bleiben, für den eine Bewohnerin des Heims eine Gesangseinlage einstudiert hatte. Einzige Bitte für die Liedauswahl war, einen Song zu wählen, der Lebensfreude ausdrückt – das nahm die Sängerin beim Wort und schmetterte den Faschings-Ohrwurm „Die Hände zum Himmel“.

Neben fröhlichen Anlässen gab es auch traurige Zusammenkünfte: In der Kapelle wurde in Abschiedsgottesdiensten verstorbenen Kolleginnen und Kollegen der Klinik und verstorbenen Bewohnerinnen und Bewohnern des Heims gedacht.

Im Rahmen des Profanierungs-Gottesdienstes wurde am Ende die langjährige Mesnerin Krimhild Rausch verabschiedet. Krimhild Rausch hat über zwanzig Jahre Dienst in der Kapelle verrichtet – und sie hat es „von Herzen gerne getan“. Alleine der liebevoll geschmückte Weihnachtsbaum jedes Jahr hat vom engagierten Dienst eindrucksvoll Zeugnis gegeben. In Namen der gesamten Klinikleitung sprach Krankenhausdirektor Karsten Eck seinen Dank für das außergewöhnliche Engagement aus und überreichte Blumen und Geschenke.

Um weiterhin einen Raum in der Klinik für die persönliche Andacht bieten zu können, ist im Rahmen der umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten in den kommenden Jahren die Einrichtung eines Andachtsraumes vorgesehen. Bis dahin bleibt die Kapelle vorerst zugänglich.