Tumororthopädie

Ansprechpartner Schwerpunkt Tumororthopädie

Prof. Dr. med.
Maximilian
Rudert  
Ärztlicher Direktor

Prof. Dr. med.
Peter Raab

Oberarzt


Oberarzt Dr. med.
Martin Lüdemann

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

Prof.Rudert-klein
Lebenslauf

PeterRaab-4
Lebenslauf

MartinLuedemann-3

Lebenslauf



Dr. med. Gaby Baron
Fachärztin für Orthopädie,
Osteologin (DVO)


Prof. Dr. med.
Boris Holzapfel, Ph.D.
Geschäftsführender Oberarzt
Leitender Oberarzt Endoprothetik



 

DrBaron2014

Lebenslauf

ProfBorisHolzapfel

 

 

                                   


Meldeformular zur Tumorkonferenz


Tumore des Bewegungsapparates sind selten. Sie erfordern deshalb eine besondere Expertise und Erfahrung, die im König-Ludwig-Haus vorgehalten wird.

Wir unterscheiden tumorähnliche Erkrankungen (z.B. Zysten oder die fibröse Dysplasie) von den echten Tumoren. Tumore treten je nach ihrem Ursprungsgewebe sowohl im Knochen, als auch in den Weichteilen auf. Sie können gutartig aber leider auch bösartiger Natur sein und dann als primäre Tumoren entstehen oder sekundär durch Absiedlungen von Tumoren aus anderen Organsystemen (Metastasen) auftreten.

Im König-Ludwig-Haus wird eine Vielzahl von onkologischen Krankheitsbildern sowohl im Kindes- als auch im Erwachsenenalter behandelt. Vor allem bei bösartigen Tumoren wird in enger Zusammenarbeit mit dem Comprehensive Cancer Center Mainfranken an der Universität Würzburgexterner Link (Onkologen der Medizinischen Kliniken, Kinderklinik, Institut für Röntgendiagnostik, Pathologischem Institut, Klinik für Nuklearmedizin, der Strahlenklinik der Universität Würzburg) die notwendige Diagnostik und Therapie durchgeführt. Ziel ist es, jeden Erkrankungsfall in einer interdisziplinären Tumorkonferenz, an der alle genannten Disziplinen teilnehmen, zu besprechen und gemeinsame Entscheidungen zu fällen.

Als ärztlicher Kollege haben Sie die Möglichkeit über dieses Meldeformular zur Tumorkonferenz einen Patienten mit muskuloskelettalem Tumor bei uns anzumelden (Sekretariat Frau Seuling und Frau Liebetruth: Fax 0931/803-1129, Telefon 0931/8031121 oder -1123). Wir nehmen dann gerne mit Ihnen Kontakt auf und organisieren die Vorstellung in der Tumorkonferenz.   

Je nach Art und Ausbreitung des Tumors sowie der Dignität (d.h. ob der Tumor gut- oder bösartig ist) stehen verschiedene Therapieoptionen zur Wahl. Nicht immer muss ein Knochentumor operiert werden. Manchmal genügt auch bei eindeutig identifizierbaren gutartigen Knochenveränderungen - wie zum Beispiel dem „nichtossifizierenden Fibrom“ - eine Verlaufsbeobachtung.


Fibröser Kortikalisdefekt
 

 

Abbildung 1: Fibröser Kortikalisdefekt (nicht ossifizierendes Fibrom) am rechten Kniegelenk

 

 

 

 

 

Wenn jedoch durch die Lage oder die Größe des Knochenprozesses eine Bruchgefährdung besteht, wird nach der Entfernung des Tumors der entstandene Defekt wieder aufgefüllt. Häufig ist dieses Vorgehen bei den Knochenzysten (juvenile, aneurysmatische). Hierfür kann bei kleineren Defekten körpereigener Knochen (=autologes Material), zum Beispiel aus dem Beckenkamm genommen werden. Bei größeren Defekten können unter anderem allogene Transplantate (= Fremdknochen) aus der Knochenbank oder neuere Knochenersatzmaterialien verwendet werden. Auf diesem Gebiet liegt auch ein Forschungsschwerpunkt der Klinik mit dem Orthopädischen Zentrum für Muskuloskelettale Forschung (Tissue engineering von Knochengewebe).

Bei anderen gutartigen Krankheitsbildern wie den tumorsimulierenden Knochenläsionen oder den gutartigen Knochentumoren genügt oft die einfache operative Abtragung (z.B. bei den mechanisch störenden kartilaginären Exostosen).


Exostose des Wadenbeins
 

Abbildung 2: Transversalschnitt (Computertomographie) durch eine Exostose des Wadenbeins kann oberhalb des oberen Sprunggelenks

 

 

 

Bei unklaren Tumoren oder bei Verdacht auf eine bösartige Geschwulst ist eine Probeentnahme notwendig, um die Diagnose zu sichern. Wenn es sich danach um einen bösartige Geschwulst handelt, können zusätzliche Therapiemaßnahmen neben der Operation notwendig werden. Eine Strahlentherapie oder Chemotherapie wird in seltenen Fällen mit den o.g. Institutionen geplant und durchgeführt, um eine optimale Bekämpfung des Tumors zu gewährleisten. Bei den operativen Eingriffen kann in den meisten Fällen die Extremität erhalten werden. Um die dabei entstehenden oft großen knöchernen Defekte zu füllen kommen spezielle Tumorprothesen zum Einsatz (z.B. Typ MUTARS, Fa. Implantcast).


Tumorprothese Kniegelenk

 

 


Abbildung 3: Eine Tumorprothese ersetzt das Kniegelenk und einen Teil des Oberschenkels nach der Entfernung der Knochengeschwulst

 

 

 

 

 

 

 

Gerade beim jungen Patienten versuchen wir aber immer erst eine sogenannte biologische Rekonstruktion der Defekte anzustreben, die durch den operativen Eingriff entstehen. Hier kommen körpereigene Knochenteile in Frage, die von einem Ort zum anderen transferiert werden können, ohne große Schäden an der Entnahmestelle zu verursachen (z.B. das Wadenbein oder Teile des Beckens). In Verbindung mit den plastischen Chirurgen, den Gefäßchirurgen oder den Kieferchirurgen können gefäßgestielte Transplantate gewonnen werden, um die Funktion wieder für den Alltag herzustellen.
Am Becken können die zu entfernenden Knochenanteile so groß sein, dass ein maßangefertigter Beckenteilersatz verwendet wird, der zuvor nach einem Kunststoffmodell nach einem individuellen Computertomogramm gefertigt wurde (z.B. Fa. ESKA Implants).


Prothese Hüftgelenk


Abbildung 4: Ein Teil des Beckens mit angrenzendem Hüftgelenk musste wegen des Tumors entfernt werden. Durch eine maßangefertigte Prothese ist der Patient trotzdem gehfähig. Das Bein musste nicht amputiert werden

 

 

 

 

Auch bei Skelettmetastasen ist häufig eine orthopädische Therapie nötig. Diese kann an der Wirbelsäule durch die Verordnung stabilisierender Hilfsmittel wie zum Beispiel einem Korsett erfolgen oder auch durch operative Maßnahmen die Kyphoplastie (Auffüllen des Wirbelkörpers mit Zement). An den Extremitäten ist bei hochgradiger Bruchgefährdung die vorsorgliche Stabilisierung z.B. mit Platten in Verbindung mit Zement möglich, wenn nicht die definitive Metastasenentfernung sogar Erfolg versprechend ist und zum Heilungsprozess führen kann.

Die bösartigen Tumore der Weichteile des Bewegungsapparates, die Weichteilsarkome, verdienen eine besondere Aufmerksamkeit. Sie werden oft erst sehr spät erkannt. Hier ist ein differenziertes Vorgehen sowohl für die Diagnostik wie auch für die Therapie angebracht. Die Biopsie sollte bereits möglichst in unserem Haus erfolgen, um ein maximales Maß an Therapieerfolg sicherzustellen. Die Therapie der Wahl ist die operative Entfernung des Tumors. Zusätzlich wird häufig die Strahlentherapie bei sehr bösartigen Tumoren angewandt, um Satellitenzellen im Randbereich des Operationsfeldes zu vernichten.


Weiterführende Informationen:

Flyer Tumore des Bewegungsapparates, 2047 KB

Comprehensive Cancer Center Mainfranken an der Universität Würzburg bietet Sportkurse für Krebspatienten an.
Weiter Informationen zu dem Anmeldeprozess und Kursprogamm finden Sie
>>hierexterner Link<< (externer Verweis)

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Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. Maximilian Rudert Ärztlicher Direktor
  • Ordinarius für Orthopädie
  • Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Spezielle Orthopädie Chirurgie
  • Sportmedizin
  • Nationaldelegierter SICOTexterner Link

    Spezialkompetenz:
  • Gesamte operative und konservative Orthopädie
  • Endoprothetik und Wechselendoprothetik
  • Tumororthopädie
  • Fußchirurgie

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Fax: 0931 803-1109
Prof. Dr. med. Peter Raab

Leiter Schwerpunkt:
Kinderorthopädie
Wirbelsäulenchirurgie
Neuroorthopädie

Qualifikationen:
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Kinderorthopäde
Manuelle Medizin/Chirotherapie
Physikalische Therapie und Balneologie

Spezialkompetenz:
Kinderorthopädie
Fußchirurgie
Tumororthopädie
Wirbelsäulentherapie, -chirurgie


Oberarzt Dr. med. M. Lüdemann

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Fax: 0931/803-1129

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